MPEG-1 Audio Layer 3 (MP3)
MP3, ein Begriff den heutzutage nahezu jeder kennt, allerdings wissen die wenigsten wohl genau, was man unter diesem Kürzel verstehen soll. MP3 steht für „MPEG-1 Audio Layer 3“ und ist das am weitesten verbreitete Dateiformat für digitale Musik.
Es ermöglicht dem Verbraucher, zum Beispiel seine Lieblings-CD, mit Hilfe einfacher Konvertierungstools für immer auf dem eigenen PC oder MP3-Player zu archivieren. Dies geschieht in komprimierter Form, so dass viel Platz gegenüber dem herkömmlichen CD-Format eingespart wird und mehrere Lieblings-CDs in ein einziges MP3-File kopiert werden können. Die Programme, die zur Konvertierung benötigt werden, gibt es häufig als kostenlose Testversionen oder sogar als Freeware im Internet zum Download. Mit nur ein paar Mausklicks ist der Konvertiervorgang auch für einen Laien problemlos machbar. Eine Minute konvertierter Musik benötigt durchschnittlich, je nach gewählter Bitrate, etwa 1 bis 2 Megabyte auf der Festplatte. Den Begriff Bitrate erklärt man sich am besten als „Wiedergabequalität“. Bei der Umwandlung von einer CD in das MP3 Format kann es natürlich zu Qualitätsverlusten kommen, diese lassen sich jedoch durch eine entsprechend höhere Bitrate vermeiden. In der Regel spricht man bei einer Bitrate von 128 kbps von CD Qualität, heutzutage wird allerdings standardmäßig, auch von den meisten Online-Musikportalen, eine höhere Qualität verwendet. Üblich sind hier 192 kbps oder 224 kbps. Diese Qualitätssteigerungen haben jedoch auch wieder einen etwas höheren Speicherbedarf. Entwickelt wurde das weltweit standarisierte Format übrigens in Deutschland. Eine Gruppe engagierter Forscher entwickelte MP3 unter der Leitung von Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen. Unterstützt wurden sie dabei von Professoren an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Die Arbeit am Format selbst konnte bereits im Jahr 1992 abgeschlossen werden. Zunächst galt der MP3 Codec als ein Teil des, ebenfalls erst zur damaligen Zeit erschienen, MPEG 1 –Standards (MPEG = Motion Picture Expert Group). Ein eigenständiges Dateiformat „.mp3“ gab es erst ab dem 14. Juli 1995. Die größten Vorzüge des Formats, die man heute auch nicht mehr missen möchte, sind wohl eindeutig der geringe Speicherbedarf, die weltweite Standarisierung und die Tatsache, dass Musikgenuss per MP3 überall und jederzeit möglich sind.