Windows Media Audio (WMA)
Das Kürzel WMA steht für „Windows Media Audio“ und wurde direkt von Microsoft entwickelt. Wie sein „großer Bruder“ MP3, ist auch das WMA Format dazu da um Musik codiert zu digitalisieren und auf dem PC zu speichern. Musikstücke, die im WMA Format gespeichert werden, tragen, wie zu erwarten, die Endung „.wma“. Technisch ist das Format tatsächlich nicht zu unterschätzen. Es unterstützt bis zu 24 Bit bei einer variablen Bitrate von bis zu 768 kbps und Surround-Sound mit bis zu 7.1 Kanälen. Das Format unterstützt außerdem die Einbindung des so genannten DRM – Kopierschutzes. Dieser ist allerdings vor allem für die Anbieter von WMA-Dateien, also Online-Musikportale, nützlich. Für den Verbraucher können sich eben aus diesem Mechanismus eher Komplikationen ergeben. Das ist auch der Grund weshalb große Online-Musikshops mittlerweile zum Schutze der Verbraucher auf den Gebrauch von DRM verzichten und daher auch bevorzugt MP3-Files statt des WMA-Formats zum Download anbieten. Beworben wurde das relativ neue Format damit, dass es weniger Speicherplatz benötigen und eine bessere Klangqualität mit sich bringen würde. Allerdings haben sich diese Versprechen in der Praxis nicht bemerkbar gemacht. Im Gegenteil, WMA ist dem weit verbreiten Standard MP3 eher noch unterlegen. Zum einen erkennt man keine Qualitätsverbesserung im Vergleich zu anderen Formaten. Außerdem unterstützen derzeit auf dem Markt erhältliche portable Musikplayer das Format zumeist nicht oder spielen es fehlerhaft ab. Der Verbraucher ist dann meist gezwungen, seine WMA-Dateien mithilfe von Computerprogrammen in das MP3-Format umzuwandeln, um sie auch auf dem MP3-Player abspielen zu können.Bei der Einführung des WMA Formats sah sich Microsoft zudem noch Vorwürfen gegenüber, dass dieses Format nur eingeführt wurde um über den Windows Media Player aktiv Marktspionage beim Verbraucher zu betreiben. Sofern man nämlich einen WMA Titel über eben diesem Player abspielen ließ und gleichzeitig mit dem Internet verbunden war waren Microsoft praktisch Tür und Tor geöffnet. Dieses Problem kann der Verbraucher jedoch relativ schnell dadurch lösen, dass er seine Musik einfach über einen der zahlreichen Freeware-Player, wie z.B. „WinAmp“, abspielt und sorgenfrei genießen kann.